Vollnarkose

Die Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) schaltet Ihr Bewusstsein und Schmerzempfinden im ganzen Körper aus. Sie befinden sich während der Narkose in einem schlafähnlichen Zustand. Zur Narkose wird meist eine Kombination von Schlafmitteln und Medikamenten gegen Schmerzen eingesetzt, in Einzelfällen kann zusätzlich die Gabe von Medikamenten zur Muskelerschlaffung erforderlich sein. Meist wird das Narkosemittel zur Einleitung der Narkose in die Vene eingespritzt, in Ausnahmefällen kommt beim Erwachsenen eine Narkoseeinleitung durch Einatmen eines Narkosegases infrage.

Nachdem Sie eingeschlafen sind, wird Ihre Atmung von Ihrem Anästhesisten unterstützt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

Beatmung über eine Maske1. Gesichtsmaske:
Die Beatmung erfolgt über eine Maske, die über Mund und Nase auf das Gesicht aufgesetzt wird.

Beatmung über eine Larynxmaske2. Kehlkopfmaske:
Die Beatmung erfolgt über eine Larynxmaske, die vor den Kehlkopf gelegt wird.

Beatmung über einen Tubus3. Intubation:
Die Beatmung erfolgt über einen Schlauch, der in die Luftröhre eingelegt wird. Hierfür ist zusätzlich die Gabe von mukelentspannenden Medikamenten erforderlich.

Intubation und Larynxmaske erleichtern die Beatmung. Die Intubation vermindert zudem das Risiko, dass Speichel oder Mageninhalt in die Lunge fließen. Die Einlage der jeweiligen Atemhilfe wird erst durchgeführt, wenn Sie bereits in Narkose sind, dies ist für Sie also nicht unangenehm oder schmerzhaft.
Eine Kombination der Narkose mit einer Regionalanästhesie kann den Bedarf an Narkosemitteln verringern, die Aufwachphase verkürzen und eine weitgehend schmerzfreie Zeit nach der Operation gewährleisten.

Welches Narkoseverfahren für Sie im Rahmen Ihres operativen Eingriffs das Geeignete ist, erklärt Ihnen der Anästhesist während der Voruntersuchung. Im Rahmen dieses Vorgesprächs können auch Fragen, die Sie zur Durchführung und zu Nebenwirkungen der Narkose haben, umfassend beantwortet werden.